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Vorbereitung auf den Immobilienverkauf: Tipps und Checkliste für private Verkäufer

Lesezeit: 7 Min.

Ein Immobilienverkauf will gut vorbereitet sein. Wer sein Haus oder seine Wohnung schnell und zum optimalen Preis verkaufen möchte, sollte rechtzeitig alle wichtigen Schritte planen und umsetzen. Von der Preisfindung über die Unterlagenbeschaffung bis hin zur Vermarktung und Verkaufsabwicklung gilt es, nichts zu vergessen. In diesem Ratgeber erhalten private Immobilienverkäufer eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten sowie Tipps, wie sie typische Fehler vermeiden und ihren Immobilienverkauf erfolgreich vorbereiten können.

Grundlegende Fragen klären

Bevor Sie mit dem Verkaufsprozess starten, sollten Sie zunächst Ihre Ziele und Rahmenbedingungen klären. Überlegen Sie sich: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Immobilienverkauf? Planen Sie den Verkauf z. B. so, dass Sie mögliche Spekulationssteuern vermeiden (wenn die Immobilie keine zehn Jahre in Ihrem Besitz war oder nicht selbst bewohnt wurde). Stellen Sie sich ferner folgende Fragen:

  • Wie lange darf der Verkauf maximal dauern? – Definieren Sie einen zeitlichen Rahmen. Bedenken Sie, dass der ideale Verkaufszeitraum meist 1–2 Monate beträgt. Planen Sie ausreichend Puffer ein, falls die Nachfrage geringer ausfällt. (Tipp: Frühling gilt in Deutschland oft als beste Zeit, da dann besonders viele Käufer aktiv sind.)

Wenn Sie diese Fragen ehrlich beantwortet haben, verfügen Sie über eine solide Grundlage für die nächsten Schritte.

Den Immobilienwert ermitteln und Preis festlegen

Ein realistischer Verkaufspreis ist das A und O. Überhöhte Preisvorstellungen führen dazu, dass sich kaum Interessenten melden und der Verkauf sich unnötig in die Länge zieht. Um den Marktwert Ihrer Immobilie zu bestimmen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Professionelle Bewertung: Lassen Sie den Wert von einem Experten einschätzen. Kriterien wie Wohnfläche, Zimmeranzahl, Baujahr, Energieeffizienz, Ausstattung und Lage bestimmen maßgeblich den Wert. Ein Makler vor Ort kann vergleichbare Verkaufsfälle heranziehen. Holen Sie ruhig mehrere Einschätzungen ein – bei ADEN Immobilien z. B. können Sie eine kostenlose Immobilienbewertung erhalten, um eine fundierte Preisbasis zu haben (jeder unserer Makler hat bereits über 100 Objekte verkauft und kennt die Zahlungsbereitschaft der Käufer).
  • Marktanalyse: Recherchieren Sie aktuelle Angebotspreise ähnlicher Objekte in Ihrer Region (z. B. auf Immobilienportalen). Das ersetzt zwar keine professionelle Bewertung, gibt aber ein Gefühl für die Preisspanne. Berücksichtigen Sie, dass Angebotspreise nicht immer Verkaufspreise sind.
  • Preisspielraum einplanen: Setzen Sie den Angebotspreis mit einem kleinen Verhandlungsspielraum an, aber nicht unrealistisch hoch. Ein zu hoher Startpreis verlängert den Verkauf und kann dazu führen, dass Sie am Ende unter Wert verkaufen müssen. Lieber von Anfang an marktgerecht anbieten, um genügend seriöse Angebote zu erhalten und dann bei Bedarf leicht nachzugeben.
  • Besteht Steuerpflicht? Wenn Sie nicht selbst in der Immobilie gewohnt haben und innerhalb von 10 Jahren verkaufen, kann Spekulationssteuer anfallen. Die Steuer bemisst sich am Wertzuwachs und sollte in Ihre Preisplanung einfließen, damit Sie am Ende Ihren Wunschgewinn erzielen. Konsultieren Sie im Zweifel einen Steuerberater, um Klarheit über eventuelle Steuerlasten zu bekommen.

Wichtige Unterlagen zusammenstellen

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Checkliste Unterlagen für den Hausverkauf:

  • Energieausweis: Liegt ein gültiger Energieausweis vor oder muss er neu beantragt werden? (Pflicht beim Verkauf!)
  • Grundbuchauszug: Aktueller Auszug zur Vorlage beim Notar und zur Auskunft über Rechte und Lasten (Hypotheken, Dienstbarkeiten etc.).
  • Wohnflächenberechnung und Grundrisse: Aufstellung der Wohn- und Nutzflächen sowie aussagekräftige Grundrisspläne der Wohnung/des Hauses.
  • Nachweise über Nebenkosten: Z.B. Betriebskostenabrechnungen der letzten 2 Jahre, um Kaufinteressenten die laufenden Kosten darzulegen.
  • Versicherungsnachweise: Police der Gebäudeversicherung, ggf. Nachweise über abgeschlossene Wohngebäudeversicherungen (diese gehen oft auf den Käufer über).
  • Mietunterlagen (bei Vermietung): Aktuelle Mieterliste, Höhe der Mieten, Kautionskonto-Auszüge und Mietverträge. Kaufinteressenten wollen wissen, welche Einnahmen oder Mietverhältnisse bestehen.
  • Belege über Renovierungen/Modernisierungen: Rechnungen oder Dokumentationen von durchgeführten Arbeiten (z. B. neue Heizung, Dachausbau), um den Immobilienzustand zu belegen.
  • Sonstige Objektunterlagen: Je nach Objekt weitere Dokumente, etwa die Teilungserklärung und Protokolle der Eigentümerversammlungen (bei Eigentumswohnungen), Baupläne, Denkmalschutzbescheinigungen, ggf. Altlastenauskünfte etc. Erkundigen Sie sich frühzeitig, welche Unterlagen im speziellen Fall erforderlich sind und wo Sie diese erhalten (das Grundbuch beim Amtsgericht, Baupläne beim Bauamt, Energieausweis bei einem Energieberater oder online etc.).

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Energieausweis. Seit 2014 schreibt der Gesetzgeber vor, dass in jeder Immobilienanzeige bestimmte Energiewerte (Energieeffizienzklasse, Baujahr, Heizungsart etc.) aus dem Energieausweis genannt werden müssen. Spätestens zur Besichtigung müssen Sie den Interessenten einen gültigen Energieausweis vorlegen. Fehlt dieser, drohen empfindliche Bußgelder von bis zu 15.000 €

Achten Sie daher unbedingt darauf, rechtzeitig einen Energieausweis zu beantragen – entweder als Verbrauchsausweis (auf Basis der letzten Heizkostenabrechnungen) oder als Bedarfsausweis (auf Basis einer technischen Analyse des Gebäudes). 

Tipp: Ein Energieausweis ist online oft günstiger erhältlich und genauso rechtsgültig wie vom Energieberater. Die Kosten belaufen sich je nach Aufwand auf etwa 100 bis 500 € – planen Sie diesen Posten mit ein.

Mit vollständigen Unterlagen wirken Sie professionell und vertrauenswürdig. Kaufinteressenten und Notar erhalten alle Informationen, und der Verkauf verzögert sich nicht wegen nachzureichender Dokumente.

Die Immobilie optimal präsentieren

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Der erste Eindruck einer Immobilie entscheidet oft über den Verkaufserfolg. Durch gezielte Vorbereitung können Sie Ihr Objekt ins beste Licht rücken und Käufer emotional ansprechen.

Machen Sie Ihre Immobilie fit für Besichtigungen – ähnlich einem Home-Staging. Folgende Maßnahmen helfen, den Wert Ihres Hauses optimal herauszustellen:

  • Schönheitsreparaturen durchführen: Beheben Sie kleinere Mängel, die potenziellen Käufern ins Auge springen könnten. Problemstellen an Wänden, Böden oder Installationen sollten nach Möglichkeit ausgebessert werden. Beispielsweise können Sie Risse verspachteln, undichte Fenster abdichten oder tropfende Wasserhähne ersetzen. Größere Renovierungen (Bad, Heizung) erhöhen den Wert, sind aber auch Kostenfaktoren – überlegen Sie, was sich vor dem Verkauf rechnet. In jedem Fall gilt: Eine gepflegte Immobilie hinterlässt einen besseren Eindruck als eine mit offensichtlichen Mängeln.
  • Gründlich reinigen und aufräumen: Schaffen Sie eine ordentliche, einladende Atmosphäre. Entfernen Sie persönliche Gegenstände und entrümpeln Sie Keller, Dachboden, Garage. Käufer sollen sich vorstellen können, selbst dort zu wohnen – das gelingt besser in einem aufgeräumten, neutral gestalteten Umfeld. Eine Großputz-Aktion, frische Luft und ggf. ein neuer Anstrich in hellen Farben können Wunder wirken.
  • Wohnräume attraktiv gestalten: Präsentieren Sie die Räume hell und großzügig. Öffnen Sie Vorhänge, sorgen Sie für Licht. Eventuell lohnt es sich, einige Möbel zu entfernen, um die Fläche besser zur Geltung zu bringen. Kleine Dekorationen (frische Blumen, dezente Bilder) und eine ansprechende Möblierung steigern das Wohngefühl, ohne zu überfrachten. Ziel ist es, dass sich Besucher auf Anhieb wohlfühlen. Denken Sie daran: Bei Immobilien spielt auch das Bauchgefühl der Käufer eine Rolle. Oft entscheidet der emotionale Eindruck – und Käufer sind bereit, für eine Wohnung, die ihnen sehr gut gefällt, sogar einen höheren Preis zu zahlen.
  • Außenbereich herrichten: Falls Sie ein Haus mit Garten verkaufen, vergessen Sie nicht die Außenanlagen. Mähen Sie den Rasen, schneiden Sie Hecken zurück und beseitigen Sie Laub oder Unrat. Der erste Blick von außen (Fassade, Vorgarten, Treppenhaus bei Wohnungen) beeinflusst die Kaufbereitschaft erheblich.
  • Professionelle Fotos machen: Lassen Sie hochwertige Immobilienfotos erstellen, idealerweise von einem Immobilienfotografen. Weitwinkelaufnahmen bei Tageslicht und aufgeräumte, helle Zimmer wecken Interesse. Diese Bilder werden in Exposé und Online-Inseraten Ihr wichtigstes Marketinginstrument sein. Verwenden Sie nur Fotos, die Ihre Immobilie von der besten Seite zeigen.

All diese Vorbereitungen zahlen direkt auf Ihren Verkaufserfolg ein. Eine saubere, gepflegte und ansprechend präsentierte Immobilie hebt sich von anderen Angeboten ab und zieht seriöse Käufer förmlich an. Zudem vermeiden Sie durch Reparaturen spätere Verhandlungen über Mängel. Falls Sie unsicher sind, welche Maßnahmen sinnvoll sind, berät Sie ein Immobilienmakler gern zu kleinen, aber wirkungsvollen Verbesserungen.

Vermarktung strategisch planen

Ist Ihre Immobilie bereit für den Markt, geht es an die Verkaufsstrategie: Wie und wo finden Sie den passenden Käufer? Überlegen Sie zunächst, wen Ihre Immobilie besonders anspricht (Zielgruppe) und wie Sie diese erreichen. Einige Punkte, die bei der Vermarktung wichtig sind:

  • Angebotspreis festlegen: Mit dem ermittelten Wert und den Marktkenntnissen aus der Bewertung setzen Sie einen Angebotspreis fest. Dieser sollte marktgerecht sein (siehe oben). Überlegen Sie, ob Sie lieber etwas höher ansetzen und Verhandlungsspielraum geben oder einen attraktiven Preis wählen, der viele Interessenten anlockt.
  • Exposé und Inserate erstellen: Bereiten Sie ein ansprechendes Exposé vor – entweder digital als Online-Inserat oder als PDF. Darin sollten alle wichtigen Informationen stehen: Daten zur Immobilie (Fläche, Baujahr, Zimmer, Ausstattung, Energiekennwerte), aussagekräftige Fotos, Grundrisse, Lagebeschreibung und natürlich Ihre Kontaktdaten. Achten Sie auf vollständige Angaben; unvollständige Inserate wirken unseriös. Tipp: Ein professionell gestaltetes Exposé hinterlässt einen bleibenden Eindruck und kann digital leicht an Interessenten versandt werden.
  • Passende Kanäle wählen: Wo wollen Sie Ihre Immobilie anbieten? Die gängigen Immobilienportale (z. B. Immobilienscout24, Immonet, Immowelt) erreichen die größte Käuferschicht, sind aber mit Inseratskosten verbunden. Alternativ oder zusätzlich können Sie Zeitungsanzeigen schalten, Aushänge im lokalen Umfeld machen oder Ihr privates Netzwerk nutzen. Planen Sie Ihr Marketing-Budget: Ein hochwertiges Inserat auf mehreren Portalen kann einige hundert Euro kosten. Wenn Sie mit einem Makler verkaufen, übernimmt dieser die Vermarktung in der Regel auf allen Kanälen in seinem Netzwerk.
  • Zeitaufwand realistisch einschätzen: Die Vermarktung bedeutet Arbeit. Sobald das Inserat online ist oder die Anzeige geschaltet wurde, werden die ersten Anfragen kommen – oft sehr viele auf einmal. Überlegen Sie, ob Sie die Zeit haben, all diese Kontakte zeitnah zu bearbeiten. Wenn Sie berufstätig sind, kann das Beantworten von Dutzenden E-Mails und Anrufen pro Tag zur Herausforderung werden. Reagieren Sie nicht zügig, springen Interessenten ab oder der Prozess verzögert sich unnötig. Planen Sie also genügend Ressourcen ein oder ziehen Sie frühzeitig einen Makler hinzu, der das Interessentenmanagement für Sie übernimmt.
  • Besichtigungstermine organisieren: Stimmen Sie sich auf Besichtigungen ein. Überlegen Sie, an welchen Tagen und Uhrzeiten Sie Interessenten empfangen können. Unter der Woche tagsüber haben viele Verkäufer keine Zeit – dann drängen sich alle Termine aufs Wochenende. Das kann schnell stressig werden. Organisieren Sie am besten einen Besichtigungsplan. Eventuell sind Sammelbesichtigungen (mehrere Interessenten nacheinander) effizient. Achten Sie aber darauf, jedem ernsthaften Käufer genügend Gelegenheit zu geben, sich umzuschauen und Fragen zu stellen. Halten Sie die Immobilie für jede Besichtigung im präsentablen Zustand (siehe vorheriger Abschnitt).
  • Mit Interessenten umgehen: Seien Sie vorbereitet auf Fragen der Käufer – etwa nach dem Renovierungsstand, Nachbarschaft, Internetanschluss, Gründe für den Verkauf etc. Verschweigen Sie keine Mängel; Ehrlichkeit schafft Vertrauen und beugt Haftungsproblemen vor. Falls Sie viele Anfragen erhalten, prüfen Sie, wer wirklich ernsthaft interessiert und finanzierungsfähig ist. Nicht jeder Besichtigungstourist hat eine echte Kaufabsicht oder die finanziellen Mittel. Scheuen Sie sich nicht, z. B. eine Finanzierungsbestätigung oder einen Eigenkapitalnachweis anzufordern, bevor Sie in Verhandlungen treten. Dies spart Zeit und Nerven.
  • Kaufangebote einholen und vergleichen: Fordern Sie ernsthafte Interessenten auf, Ihnen ein Kaufangebot zu unterbreiten – am besten schriftlich. So können Sie Angebote vergleichen. Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Bedingungen (Finanzierung schon gesichert? Gewünschter Übergabetermin?). Wenn mehrere Angebote vorliegen, wählen Sie mit Bedacht den passenden Käufer aus. Manchmal ist ein etwas niedrigeres Angebot von einem seriösen Käufer mit Finanzierungszusage mehr wert als ein Höchstgebot mit unsicherer Finanzierung.

Privatverkauf oder Makler? Gerade die Vermarktungsphase zeigt, wie viel Aufwand ein Immobilienverkauf bedeutet. Viele Privatverkäufer unterschätzen das und verzetteln sich dann in der Flut der Anfragen oder scheitern an rechtlichen Details. Ein guter Immobilienmakler kann Ihnen diese Arbeit abnehmen: Er übernimmt die Bewertung, erstellt das Exposé, schaltet Inserate auf allen wichtigen Portalen (oft hat er bereits eine Kundenkartei mit Suchenden), koordiniert Besichtigungen, filtert ernsthafte Käufer heraus und führt Verhandlungen in Ihrem Sinne. 

Natürlich kostet dieser Service eine Maklerprovision, die in Berlin & Brandenburg beispielsweise insgesamt rund 7,14 % des Kaufpreises beträgt – seit Ende 2020 wird diese Courtage üblicherweise hälftig zwischen Verkäufer und Käufer geteilt. Überlegen Sie daher, ob Sie die Provision sparen möchten oder ob Ihnen Zeitersparnis und Expertise den Preis wert sind. Viele Eigentümer erzielen mit Makler letztlich einen höheren Verkaufspreis, der die Kosten ausgleicht. Zudem kennt der Makler die rechtlichen Fallstricke und sorgt für eine sichere Abwicklung. Wenn Sie sich unsicher sind, lassen Sie sich unverbindlich beraten – ADEN Immobilien steht Ihnen mit lokalen Marktkenntnissen gern zur Seite.

Kaufabschluss und Übergabe vorbereiten

Ist ein Käufer gefunden und haben Sie sich auf einen Preis geeinigt, müssen noch die vertraglichen und formalen Schritte erledigt werden, damit der Verkauf rechtskräftig wird. Auch hier gilt: Gute Vorbereitung verhindert Verzögerungen oder Probleme bei der Abwicklung.

  • Notar wählen und Kaufvertrag aufsetzen: In Deutschland muss ein Immobilienkauf notariell beurkundet werden. Sie können als Verkäufer dem Käufer einen Notar vorschlagen oder der Käufer wählt einen Notar – wichtig ist, dass beide Seiten mit der Wahl einverstanden sind. Der Notar entwirft den Kaufvertrag. Sie sollten darauf achten, dass alle besprochenen Punkte enthalten sind: Kaufpreis, Objektbeschreibung, Übergabetermin, Zahlungsmodalitäten, mitverkauftes Inventar, eventuelle Gewährleistungsausschlüsse etc. Nehmen Sie sich Zeit, den Vertragsentwurf zu prüfen, und stellen Sie Fragen, wenn etwas unklar ist.
  • Finanzierungsbestätigung und Bonitätsprüfung: In der Regel prüft der Notar bzw. der Verkäufer vor Vertragsunterzeichnung die Zahlungsfähigkeit des Käufers (z. B. durch eine Finanzierungszusage der Bank). Es ist ratsam, sich dies bereits vorher vorlegen zu lassen, um sicher zu sein, dass der Käufer den Kaufpreis tatsächlich aufbringen kann.
  • Zahlungsabwicklung klären: Üblich ist die direkte Überweisung des Kaufpreises vom Käufer an den Verkäufer nach Fälligkeitsmitteilung des Notars. Ein Notaranderkonto (Treuhandkonto) wird nur in Ausnahmefällen genutzt, z. B. wenn Käufer und Verkäufer im Ausland sitzen oder besondere Sicherheiten nötig sind. Stellen Sie sicher, dass im Vertrag die Fälligkeitsvoraussetzungen klar definiert sind (z. B. Eintragung einer Vormerkung, Vorlage aller nötigen Unterlagen). Sobald diese erfüllt sind, fordert der Notar den Käufer zur Zahlung auf.
  • Altlasten und Grundschulden bereinigen: Falls Ihre Immobilie noch mit einer Grundschuld (Hypothek) belastet ist, wird der Notar die Ablösung im Kaufvertrag regeln. Der Käufer zahlt den entsprechenden Betrag meist direkt an die Bank, damit eine lastenfreie Übertragung ins Grundbuch erfolgen kann. Klären Sie vorab den noch offenen Darlehensbetrag mit Ihrer Bank und beantragen Sie eine Löschungsbewilligung. Auch andere Lasten im Grundbuch (Wegerechte, Wohnrechte) müssen offengelegt und geklärt werden, ob sie übernommen oder gelöscht werden.
  • Übergabetermin und -modalitäten festlegen: Vereinbaren Sie mit dem Käufer, wann und wie die Immobilienübergabe stattfinden soll. Meist wird dies auf einen Zeitpunkt nach Zahlungseingang gelegt. Zur Übergabe sollten Sie ein Übergabeprotokoll erstellen, in dem Sie gemeinsam den Zustand der Immobilie, Zählerstände (Strom, Wasser, Gas), übergebene Schlüssel (Anzahl) und eventuelle Mängel festhalten. Dieses Protokoll wird von beiden Parteien unterschrieben – so sind später auftauchende Unklarheiten vermeidbar.
  • Abmeldung und Ummeldung: Denken Sie daran, zum Übergabetermin Versorgungsverträge (Strom, Gas, Wasser) auf den Käufer umzumelden bzw. zu kündigen, die Gebäudeversicherung zu informieren (der neue Eigentümer tritt meist in den Vertrag ein, hat aber ein Sonderkündigungsrecht) und ggf. Ihren Wohnsitz umzumelden, wenn Sie ausziehen.

Mit einer gut vorbereiteten Abwicklung sorgen Sie dafür, dass nach der Käuferfindung alles schnell und rechtssicher über die Bühne geht. Der Notar leitet die Eigentumsumschreibung im Grundbuch ein, sobald der Kaufpreis gezahlt ist. Dann ist der Verkauf abgeschlossen – Glückwunsch!

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Dank gründlicher Vorbereitung – von der ersten Planung über die Vermarktung bis zur Vertragsunterzeichnung – steht Ihrem erfolgreichen Immobilienverkauf nichts mehr im Wege. Am Ende können Sie dem Käufer zufrieden die Schlüssel überreichen.

Fazit: Mit guter Vorbereitung zum erfolgreichen Verkauf

Die Vorbereitung auf den Immobilienverkauf mag aufwändig erscheinen, aber sie ist der Schlüssel zu einem reibungslosen Ablauf und einem bestmöglichen Ergebnis. Als privater Verkäufer sollten Sie strategisch vorgehen: Klären Sie alle wichtigen Fragen im Vorfeld, ermitteln Sie den Wert realistisch, sammeln Sie Ihre Unterlagen, präsentieren Sie Ihre Immobilie im besten Licht und planen Sie die Vermarktung sorgfältig. So vermeiden Sie typische Fehler und erhöhen Ihre Chancen, schnell einen passenden Käufer zu finden.

Denken Sie daran, dass Sie diesen Prozess nicht allein bewältigen müssen. Unser Team von ADEN Immobilien steht Ihnen mit Erfahrung und Marktkenntnis zur Seite – von der kostenlosen Erstbewertung bis zur Schlüsselübergabe. Kontaktieren Sie uns gern für eine unverbindliche Beratung, wenn Sie Unterstützung bei der Vorbereitung oder dem Verkauf Ihrer Immobilie wünschen. Wir helfen Ihnen dabei, den besten Preis zu erzielen und sämtliche Hürden zu meistern. Wir beraten Sie gern und übernehmen bei Bedarf die komplette Verkaufsabwicklung für Sie.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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